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Feuerbestattung in Österreich: Urne ins Ausland in die Ukraine überführen

Eine Feuerbestattung (Kremation) ist für ukrainische Staatsangehörige in Österreich unter denselben Bedingungen möglich wie für Österreicher. Es gibt kein einheitliches Bundesgesetz: Jedes Bundesland hat ein eigenes Bestattungsgesetz. Wir erklären, wie das in Wien und Oberösterreich funktioniert, wie lange es dauert und wie Sie die Urne ins Ausland, in die Ukraine, überführen.

Kurz erklärt in 30 Sekunden.

  • Über die Bestattungsart entscheidet der Wille des Verstorbenen. Liegt keiner vor, entscheiden die nächsten Angehörigen oder die Person, die die Bestattung in Auftrag gibt.
  • Für die Kremation sind die ärztliche Totenbeschau und die standesamtliche Beurkundung des Todesfalls erforderlich.
  • In Oberösterreich findet die Bestattung in der Regel 48–96 Stunden nach dem Tod statt, bei Kühlung bis zu 10 Tage später.
  • Das Krematorium übergibt die Urne an ein Bestattungsunternehmen oder einen Friedhof. Direkt an die Familie wird sie nur mit behördlicher Genehmigung ausgehändigt.
  • Die Überführung der Urne in die Ukraine kostet ab 800 €, ohne Vorauszahlung.

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GRG-Transporter vor einem Palast in Stockholm

Wer gibt die Zustimmung zur Feuerbestattung in Österreich

Zuerst zählt, was die verstorbene Person selbst wollte. Das Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz (WLBG, § 28) besagt ausdrücklich, dass die Bestattungsart durch das Testament oder eine andere Willenserklärung des Verstorbenen bestimmt wird. Liegt keine Erklärung vor, entscheidet die Person, die die Bestattung beauftragt. Die Pflicht, für die Bestattung zu sorgen, überträgt das Gesetz den nahen Angehörigen: Ehegatten, eingetragenen Partnern, Kindern, Eltern und Geschwistern (§ 19).

In Oberösterreich gilt eine ähnliche Regelung. Maßgeblich ist der Wille des Verstorbenen. Wurde dieser nicht geäußert, entscheiden die nächsten Angehörigen.

Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle. Ukrainische Staatsbürger werden im selben Krematorium und mit denselben Dokumenten eingeäschert. Wenn sich die Familie in der Ukraine befindet, ist eine Reise nach Österreich meist nicht nötig. Sie unterschreiben eine Vollmacht und die schriftliche Zustimmung zur Kremation, und wir leiten diese an das örtliche Bestattungsunternehmen weiter. Gibt es mehrere Angehörige, die sich uneinig sind, sollte man sich vor der Beauftragung einigen: Nach der Einäscherung lässt sich nichts mehr rückgängig machen.

Genehmigungen und Dokumente für die Feuerbestattung

Ohne die ärztliche Totenbeschau kann nichts beginnen. Ein Arzt untersucht den Verstorbenen und stellt den Totenbeschaubefund (oder Totenbeschauschein) aus. In Wien ist eine Kremation nur zulässig, wenn die ärztliche Todesbescheinigung vorliegt und bestätigt ist, dass der Sterbefall beim Standesamt beurkundet wurde.

In Oberösterreich wird der Totenbeschaubefund in zweifacher Ausfertigung erstellt: ein Exemplar für die Gemeinde, das zweite für das Krematorium. Ohne dieses Dokument darf der Leichnam nicht eingeäschert werden.

Was das Krematorium selbst verlangt, zeigen die Richtlinien des Krematoriums Salzburg, das seit 2024 von der Stadt geführt wird:

  • Einäscherungsauftrag und Einverständniserklärung;
  • Totenbeschaubefund oder Sterbeurkunde;
  • Genehmigung zur Überführung der Leiche, sofern gesetzlich vorgeschrieben.

Die Unterlagen werden von einem konzessionierten Bestattungsunternehmen eingereicht, nicht von der Familie. Bei einem gewaltsamen Tod oder unklarer Todesursache entscheiden zuerst Polizei und Staatsanwaltschaft. Dann dauern die Abläufe länger und lassen sich nicht im Voraus planen.

Wie lange dauert es bis zur Feuerbestattung

In Oberösterreich wird ein Leichnam in der Regel frühestens 48 Stunden und spätestens 96 Stunden nach dem Tod bestattet. Wird der Körper in einem Kühlraum aufbewahrt, kann die Frist auf bis zu 10 Tage verlängert werden. Auch die Feuerbestattung ist eine Bestattungsform, deshalb sind diese Fristen wichtig.

In Wien darf ein Leichnam höchstens vier Wochen in der Kühlkammer aufbewahrt werden. Wenn innerhalb von fünf Tagen nach Ausstellung der ärztlichen Todesbescheinigung niemand die Bestattung organisiert hat, übernimmt dies der Magistrat. Deshalb sollte uns die Familie aus der Ukraine sofort anrufen und nicht abwarten.

Das Krematorium Salzburg nimmt Verstorbene rund um die Uhr auf, das Personal arbeitet von Montag bis Freitag von 6:00 bis 18:00 Uhr. Die Wartezeit hängt vom jeweiligen Krematorium und der Jahreszeit ab. In der Praxis dauert es vom Todestag bis zur fertigen Urne meist einige Tage bis zwei Wochen.

Was kostet eine Feuerbestattung in Österreich

Es gibt keinen Einheitstarif. Jedes Krematorium legt seine Preise selbst fest, hinzu kommen die Leistungen des Bestattungsunternehmens. Die städtische Bestattung Wien gibt an, dass eine Bestattung im Durchschnitt 4 000–6 000 € kostet, wobei die Feuerbestattung meist zu den günstigeren Varianten zählt. Die Kremationsgebühr wird separat als Fremdleistung abgerechnet.

Quelle: Bestattung Wien: Kosten

Gesondert bezahlt werden:

  • Überführung des Verstorbenen ins Krematorium;
  • Kremationssarg;
  • Urne oder Aschenkapsel aus Metall;
  • Sterbeurkunde, Apostille, Übersetzungen.

Wenn wir die Feuerbestattung über unsere Partner vor Ort organisieren, berechnen wir den genauen Betrag für Ihre Situation und legen ihn vor Arbeitsbeginn offen. Die Überführung der Urne mit der Asche in die Ukraine kostet ab 800 €. Es gibt keine Vorauszahlung: Sie zahlen erst nach der vertraglich vereinbarten Übergabe der Urne. Weitere Details finden Sie auf der Seite Urnenüberführung.

Die Urne für den Transport

Die Asche wird in ein fest verschlossenes Behältnis gegeben, das mit Namen, Geburtsdatum und Einäscherungsdatum versehen ist (WLBG, § 30). Das Krematorium Salzburg verwendet standardmäßig eine biologisch abbaubare Kapsel. Eine Metallkapsel oder eine andere Urne muss das Bestattungsunternehmen schriftlich bestellen. Für den Transport in die Ukraine empfehlen wir eine stabile, fest verschlossene Urne oder Kapsel, die beim Röntgen problemlos durchleuchtet werden kann.

Ein wichtiges Detail in Österreich: Das Krematorium händigt die Urne nicht einfach an die Familie aus. In Wien wird die Urne nur an einen Friedhof, ein konzessioniertes Bestattungsunternehmen oder eine Person mit einer Bewilligung des Magistrats übergeben. In Salzburg gilt dasselbe: An Privatpersonen erfolgt die Ausgabe nur mit einer Genehmigung nach dem jeweiligen Landesgesetz. Daher holt in der Regel das Bestattungsunternehmen die Urne ab, und wir übernehmen sie von dort.

Fluggesellschaften erlauben die Mitnahme einer Urne im Handgepäck oft nach vorheriger Anmeldung. Da die Regeln variieren, klären wir dies vorab mit der jeweiligen Airline.

Urne ins Ausland überführen: Dokumente für die Ukraine

Für den Transport eines Leichnams ist in Wien ein Leichenpass erforderlich. Für die Asche verlangt das Wiener Gesetz lediglich ein geeignetes Behältnis (§ 14). In Oberösterreich ist für die Überführung einer Urne überhaupt keine Genehmigung notwendig (Oö. Leichenbestattungsgesetz, § 22). In den anderen Bundesländern klären wir die Vorgaben bei der zuständigen Behörde.

Benötigte Dokumente:

  • Sterbeurkunde vom Standesamt;
  • Einäscherungsbestätigung des Krematoriums;
  • Apostille auf der Sterbeurkunde. Diese wird von der Landesregierung des Bundeslandes ausgestellt, in dem das Dokument ausgefertigt wurde, in Tirol beispielsweise von der Abteilung Staatsbürgerschaft beim Amt der Landesregierung;
  • Übersetzung ins Ukrainische;
  • bei Bedarf die konsularische Registrierung des Todesfalls bei der Botschaft der Ukraine in Österreich.

Der Transport ist per Flugzeug oder auf dem Landweg möglich. Zollfragen erläutern wir im Artikel Zollabfertigung für Urnen. Eine vollständige Übersicht finden Sie auf der Seite Dokumente.

Kann man die Urne selbst transportieren

Das ist möglich, hat aber Tücken. Aufgrund der Landesgesetze bekommen Sie die Urne oft nicht ohne ein Bestattungsunternehmen ausgehändigt. Am Flughafen wird die Urne durchleuchtet, und ein für Röntgenstrahlen undurchlässiges Gefäß kann zu Problemen führen. Auch Dokumente nur auf Deutsch ohne Übersetzung können an der Grenze Verzögerungen verursachen.

Wenn Sie die Urne und alle Papiere bereits haben und die Fluggesellschaft der Mitnahme an Bord zugestimmt hat, können Sie die Urne selbst mitnehmen. Befindet sich die Familie jedoch in der Ukraine, sind die Unterlagen unvollständig oder fehlt die Zeit für behördliche Absprachen, überlassen Sie das besser uns. Wir holen die Urne beim Bestattungsunternehmen ab und übergeben sie Ihnen in der Ukraine.

Feuerbestattung oder Leichenüberführung

Urne mit AscheLeichnam im Sarg
Dauererst Kremation und Dokumente, dann Transportschnellerer Start, längerer Transportweg
DokumenteSterbeurkunde, EinäscherungsbestätigungLeichenpass, Sterbeurkunde, luftdichter Sarg
Transporteinfach, per PKW oder FlugzeugSpezialfahrzeug (Bestattungskraftwagen)
Preisab 800 €siehe Länderseite

Wenn die Familie eine Erdbestattung im Sarg wünscht, lesen Sie unsere Informationen zur Leichenüberführung aus Österreich.

Beisetzung der Urne in der Ukraine

In der Ukraine kann die Urne in einem Erdgrab beigesetzt, in einem Kolumbarium aufgestellt oder einem bestehenden Familiengrab beigegeben werden. Dafür ist die Genehmigung der Friedhofsverwaltung nötig, und bei einer Beigabe in ein bestehendes Grab die Zustimmung des Grabnutzungsberechtigten. Wie das genau abläuft, erklären wir im Artikel Urnenbeisetzung.

Zeitrahmen vom ersten Anruf bis zur Beisetzung

SchrittUngefähre Dauer
Anruf, Klärung von Bundesland, Krematorium und Dokumenten1 Tag
Vollmacht, Zustimmung zur Kremation, Totenbeschau1–3 Tage
Feuerbestattung und Bereitstellung der Urneeinige Tage bis 2 Wochen
Sterbeurkunde, Apostille, Übersetzung1–2 Wochen
Überführung der Urne in die Ukraineeinige Tage
Beisetzung der Urnenach Vereinbarung mit dem Friedhof

Die genauen Fristen hängen von den Behörden und dem Krematorium ab. Am längsten dauern in der Regel die Apostille und die Übersetzungen.

Häufige Fragen

Kann ein ukrainischer Staatsbürger in Österreich eingeäschert werden?

Ja. Es gelten dieselben Bedingungen wie für österreichische Staatsbürger: Totenbeschaubefund, standesamtlich beurkundeter Todesfall und eine Zustimmung, die dem Willen des Verstorbenen entspricht.

Wer gibt die Zustimmung zur Kremation, wenn die Familie in der Ukraine ist?

Die nächsten Angehörigen. Sie unterschreiben eine Vollmacht und die Einverständniserklärung, wir leiten diese an das Bestattungsunternehmen in Österreich weiter. Eine persönliche Anreise ist meist nicht notwendig.

Was kostet eine Feuerbestattung in Österreich?

Es gibt keinen festen Tarif, jedes Krematorium hat eigene Preise. Ein offizielles Tarifbeispiel mit Quelle finden Sie oben im Abschnitt zu den Kosten. Die Überführung der Urne in die Ukraine kostet bei uns ab 800 €.

Bekommt die Familie die Urne direkt ausgehändigt?

Nicht immer. In Wien und Salzburg übergibt das Krematorium die Urne an ein Bestattungsunternehmen oder einen Friedhof, an Privatpersonen jedoch nur mit behördlicher Genehmigung. Wir übernehmen die Urne über das Bestattungsunternehmen.

Braucht man eine Genehmigung für die Ausfuhr der Urne aus Österreich?

Das hängt vom Bundesland ab. In Oberösterreich ist für die Urnenüberführung keine Genehmigung erforderlich, in Wien wird lediglich ein geeignetes, fest verschlossenes Behältnis verlangt. Eine Sterbeurkunde mit Apostille und die Einäscherungsbestätigung werden immer benötigt.

Darf man die Urne im Flugzeug mitnehmen?

Oft ja, nach vorheriger Absprache mit der Fluggesellschaft im Handgepäck. Da die Urne bei der Sicherheitskontrolle durchleuchtet wird, muss das Gefäß fest verschlossen und röntgendurchlässig sein.

Was jetzt zu tun ist

  1. Sammeln Sie alle vorhandenen Informationen: Name, Sterbedatum, Ort, Krankenhaus oder das Bestattungsunternehmen, das den Verstorbenen abgeholt hat.
  2. Klären Sie, ob die verstorbene Person eine schriftliche Verfügung zur Bestattungsart hinterlassen hat.
  3. Entscheiden Sie, wo die Urne in der Ukraine beigesetzt werden soll.
  4. Rufen Sie uns an. Wir prüfen die Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes, beauftragen unsere Partner mit der Kremation oder holen die fertige Urne ab und bringen sie nach Hause.

Wir sind rund um die Uhr erreichbar, auch über Viber, WhatsApp und Telegram.

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